Biography

K R O K U S  IS:

MARC STORACE

Lead Vocals

Marc Storace

CHRIS VON ROHR

Bass, Vocals

Chris Von Rohr

FERNANDO VON ARB

Guitar, Vocals

Fernando Von Arb

MARK KOHLER

Guitar

Mark Kohler

MANDY MEYER

Guitar

Mandy Meyer

FLAVIO MEZZODI

Drums

Flavio Mezzodi

GERMAN / DEUTSCH

Sonntags Blick

SONNTAGS BLICK

Von Claudia Schlup | 08.03.2009

KROKUS ROCKEN AUF DEM EIS

Riesencoup für Krokus: Die Solothurner Rocker singen den offiziellen Song der Hockey-WM 2009. SonntagsBlick präsentiert ihn exklusiv.

Nach 20 Jahren Pause sind Krokus wieder in Originalbesetzung am Werk. Die Comeback-CD der Solothurner Rockband kommt erst Ende Jahr auf den Markt.

Einen Vorgeschmack gibts schon jetzt: Die Band liefert den Song für die Eishockey-WM, die vom 24. April bis 10. Mai in der Schweiz stattfindet. «Live for the Action» heisst die Hymne mit dem stampfenden Beat, die das Quintett in den letzten vier Monaten aufgenommen hat (siehe Box unten).

«Der Song dürfte querbeet zum Ohrwurm werden», prophezeit Heinz Mazenauer, Sprecher des WM-OK. «Krokus rocken gewaltig und passen somit zum Eishockeysport.»

Klar ist: Der Deal ist für Krokus ein Riesencoup. Der Song wird nicht nur in den Pausen in den Stadien gespielt.

Die Band spielt ihn auch live vor dem Eröffnungsspiel Schweiz – Frankreich in Bern. Vor den Augen und Ohren von 800 Millionen Zuschauern in über 100 Ländern.


Der Weg zu «Live for the Action»

•November 08: Chris von Rohr (57) und Fer­nando von Arb (56) treffen sich in von Rohrs Mach-schnell-Demo-Studio in Solothurn. Sie wollen einen Song schreiben, der die Vorfreude auf ein Spiel im grauen Alltag transportiert. Von Rohr ist am Bass, von Arb an der Gitarre – tagelang pröbeln sie, feilen an Melodien, plötzlich dann der Durchbruch! Per Mail geht die erste Skizze an Sänger Marc Storace (57).

• Dezember 08: Mit seiner unverkennbaren Stimme singt Storace den Song erstmals ein. «Er hat etwas Hymnisches, der Refrain verfolgt mich jeden Tag», sagt er. Im Krokus-Probelokal in Solothurn stossen Gitarrist Koki Kohler (42) und Drummer Freddy Steady (54) zwecks Jamsession zur Band. Eine Demo-Version wird aufgenommen: «Live for the Action» ist geboren.

• Januar 09: Gemeinsam fährt die Band nach Stuttgart (D) ins House of Music Studio und nimmt «Live for the Action» auf 48 Spuren richtig auf. Am Frühstücksbuffet lassen die fünf Musiker alte Tourerlebnisse wieder aufleben. Dann gehts hoch konzentriert an die Studioarbeit.

• Februar 09: Zurück in Solothurn wird der Song mit ein paar Gitarren- und Percussionsklängen angereichert – und in Stutt-gart definitiv gemixt. Dann ist die Stadionhymne perfekt. Von Arb: «Wir freuen uns, dieses Teil live auf der Bühne zu brettern. Krokus sind wieder in Action –volle Kraft voraus!»
Marc, Chris & Freddy score a goal
POWERPLAY : Marc Storace, Chris Von Rohr and Freddy Steady schiessen ein riesiges goal

"20 MINUTEN" Magazin Schweiz - 19. Februar 2009

ZURUECK ZUR URSPRUNGS PLATTENFIRMA

Krokus 2009
Nach fast dreissig Jahren kehrt die erfolgreichste Schweizer Rockband Krokus in Originalbesetzung zu ihrem ursprünglichen Label zurück.

Bei Ariola und Arista waren u.a. Anfang/Mitte der Achtziger Jahre u.a. die Erfolgsalben «Hardware» (1981), «One Vice At A Time»
(1982), «Headhunter» (1983), «The Blitz» (1984) und «Change Of Address» (1986) erschienen, die sich weltweit in den Charts platzieren konnten. Sowohl in den USA, Grossbritannien als auch Deutschland erreichte die Band dabei regelmässig die Top 40.

Sänger Marc Storace, Bassist und Produzent Chris Von Rohr, Gitarrist Fernando Von Arb, Drummer Freddy Steady und Gitarrist Mark Kohler unterzeichneten bei der Sony Music Schweiz einen weltweiten Vertrag über zwei Alben. Die Veröffentlichung des ersten Longplayers – das von den Fans lang ersehnte «real Krokus Album» – ist für Ende des Jahres geplant. Ihre ungebrochene Popularität demonstrierte die Band am 2. August des vergangenen Jahres in Bern: Knapp 10000 euphorische Zuschauer bereiteten Krokus im Stade De Suisse bei ihrem Reunion-Konzert einen triumphalen Empfang.

Julie Born, General Manager Sony Music Schweiz: «Das Signing ist für unser Label ein Meilenstein und untermauert unsere konsequente Aufbauarbeit von lokalem Repertoire im Bereich Pop und Rock. Wir freuen uns sehr, dass sich die erfolgreichste Schweizer Rockband aller Zeiten für eine Zusammenarbeit mit Sony Music entschieden hat.»
Krokus: «Wir sind zurück – und zwar dort, wo unsere grössten Alben zu Hause sind. Für uns war es entscheidend, eine Konstellation zu finden, in der wir entspannt und inspiriert arbeiten können. Mit Sony Music haben wir den stärksten lokalen Partner und gleichzeitig einen weltweiten Release. Eine Win-win-Situation.»

Mit über einer Million verkauften Tonträgern alleine in ihrer Heimat sind Krokus die erfolgreichste Band der Schweizer Rockgeschichte. Weltweit fanden die Alben der Band mehr als 13 Millionen Käufer.

BLICK Magazin Schweiz - 19. Februar 2009

VON ROHR: “KROKUS BRENNT WIEDER”

Krokus 2008
Die wiedervereinigte Original-Formation (v.l.): Freddy Steady, Chris von Rohr, Fernando von Arb, Mark Kohler und Marc Storace (liegend).
Von Gabriel Brönnimann | 14:41 | 19.02.2009

Heute überreicht Chris von Rohr (57) einen «Swiss Music Award». Den grössten Preis hat er mit Krokus aber selber gewonnen: Die Band hat einen neuen Plattenvertrag, die neue CD kommt noch Ende dieses Jahr!

Krokus sind alles andere als welk. Das beweisen die Solothurner Hardrocker im August 2008 mit ihrem grandiosen Comeback-Gig im ausverkauften Berner Stade de Suisse: Sie strotzen nur so vor Spielfreude und Power, begeistern das Publikum!

Kein Wunder entbrennt darauf unter den grossen Plattenfirmen ein Fight um die erfolgreichste Rock-Pflanze im Land. Es geht um viel Geld!

Das Rennen ist gemacht: Vorgestern unterzeichnete die Band ihren Plattenvertrag – bei Sony Music Schweiz! Der Deal hats in sich: Insider berichten von einem hohen sechsstelligen Betrag für zwei neue Krokus-Alben. Weltweit – das erste schon Ende 2009!

Kein Wunder sind Band und Label überglücklich: «Krokus brennt wieder!», jubelt Bassist und Produzent Chris von Rohr (57). «Wir sind dort zurück, wo unsere grössten Alben zu Hause sind. Entscheidend war aber, eine Konstellation zu finden, in der wir entspannt und inspiriert arbeiten können.»

Rock-Röhre Marc Storace (57) stimmt mit ein: «Krokus ist seit ewig eine international ausgerichtete, renommierte Rockband. Den weltweiten Deal mit Sony konnten wir nicht ablehnen. Er steht unter einem guten Stern und wir freuen uns sehr!»

Auch Gitarrero Fernando von Arb freut sich: «Schon 1979 hatte die Firma mit Krokus den richtigen Riecher – mit anschliessendem Welterfolg. It feels like coming home!»

Mit Heimatgefühlen verbindet auch die Label-Chefin den Mega-Deal. Julie Born, General Manager von Sony Music Schweiz: «Wir sind sehr stolz, Krokus wieder bei uns zu haben. Ich bin auch persönlich begeistert – ich komme von Solothurn und bin dort mit der Musik von Krokus aufgewachsen.»

Man hat Grosses vor mit den Schweizer Rock-Urgesteinen. Born: «Man merkt der Band an: Die wollen das. Und wir spüren: Das kann weltweit funktionieren!»

Erste Songs sind schon im Kasten – in Stuttgart aufgenommen, produziert von Chris von Rohr. Heute verleiht er in Zürich einen «Swiss Music Award». Den grössten Award aber haben er und seine Jungs vor zwei Tagen selbst gewonnen!
Schweizer Illustrierte Logo

SCHWEIZER ILLUSTRIERTE - August 4th, 2008

Schweizer Illistrierte - CH 8-4-2008
Schweizer Illustrierte - CH 8-4-2008

KROKUS LIVE: BERN - STADE DE SUISSE - August 2008

Krokus - FIRE
WWW.METAL-HAMMER.DE - Andreas Schowe

"Looong....looong....stick goes booooom!" Welch ein goettlicher Auftakt! Und dann das: Saenger Marc Storace, Bassist Chris Von Rohr, die Gitarristen Fernando Von Arb und Mark Kohler sowie Drummer Freddy Steady - kurz die Original Krokus Besetzung - legen mit "Rock City" und "Winning Man" rasiermesserscharf nach, als haette es die von staendigen internen Quereleien und Besetzungswechseln gepraegten 25 Jahre nie gegeben.

Denn nachdem die fuenf Eidgenossen mit ihrem 1983 veroeffentlichten Album HEADHUNTER auf dem Zenit ihres Erfolges standen, in den USA mit inzwischen knapp zwei Millionen verkauften Einheiten Platinum Status genossen und es sogar zu Ehrenbuergern von Tennessee brachten, ging das grosse Hauen und Stechen los. "Unsere zu der Zeit zweifellos vorhandene Naivitaet ermoeglichte es dem damaligen Management uns gegeneinander auszuspielen", blickt der Bassist Chris Von Rohr heute auf das vergangene Vierteljahrhundert voller Irrungen und Wirrungen zurueck, waehrend dem sich die Urmitglieder kaum Seidenhandschuhe im zwischenmenschlichen Umgang ueberzogen und als hoffnungslos zerstritten galten. Schliesslich verlor die permanent wechselnde Truppe mit ihren (Quote von Von Rohr) "insgesamt 29 oder 35 verschiedenen Mitgliedern" auch langsam an kuenstlerischem Profil und somit Renommee unter den Fans.

Umso ueberraschender dann das Comeback: Am 18. November 2007 spielten Storace, Von Rohr, Von Arb und Steady in der TV Show "Die Groessten Schweizer Hits" ein Medley aus "Tokyo Nights", "Bedside Radio" und "Heatstrokes". Angeblich bestanden die TV Macher darauf, entweder die Original Besetzung von Krokus einzuladen - oder niemanden. Der vom Publikum frenetisch gefeierte Auftritt wurde durch die Verleihung des Diamond-Awards fuer eine Million in der Schweiz verkauften Alben gekroent - die Initialzuendung fuer die Reunion. Denn die Akteure erkannten waehrend der "anschliessenden Jam bei Bier und Bier", dass der alte Spass am Rocken wieder Einzug hielt im Gefuege.

Was nun - zurueck in die Gegenwart - jeder Stadioninsasse am heutigen Abend spaetestens anhand des goettlichen "Winning Man" (vom 81'er Erfolgsalbum HARDWARE) spuert, bevor es per "Hellraiser" die erste fauststarke Ueberraschung zu verzeichnen gibt. Schliesslich wirkte am gleichnamigen Album aus dem Jahre 2006 - mit Ausnahme des Malteser Saengers - keiner der heute auf der Buehne stehenden Akteuren mit. Die Erklaerung Von Rohr's dafuer duerfte bezeichnend sein fuer die neu gefundene Harmonie und Aussoehnung der alten Kempen: "Das ist eine Geste Marc gegenueber, der sehr an diesem Song haengt".

Und weiter geht's mit dem Guess Who Remake "American Woman" - einem Stueck, das die Eidgenossen mehr denn je zu "ihrem" Song gemacht haben. Dann folgen das energische "Down The Drain" und das exotische Reggae infiltrierte "Tokyo Nights", bevor "Fire" und der Smash Hit "Screaming In The Night" den Ausflug in die frueheren Achtziger komplettieren. "Rock'N'Roll Tonight" eroeffnet nun den Party und Mitsingteil. "Heatstrokes" bereitet auf das Grand Finale vor. Und das hat es in sich. Allein "Easy Rocker" gibt eine Riff-Rock-Messe vor dem Herrn ab - die dann noch mit einem Schlagzeug-Duell zwischen Steady und Von Rohr zur hoechsten Vollendung gefuehrt wird.

Die Zugabe lautet der erste grosse Hit der Eidgenossen ein: "Bedside Radio". Doch dann der Schock. "Wir haben nur noch Zeit fuer genau einen Song - dann wird uns der Saft abgedreht", vermeldet das alte/neue Sprachrohr der Band und intoniert den Steppenwolf Klassiker "Born To Be Wild". Bezeichnender kann ein Statement kaum ausfallen.

Um auf die im Titel der Autobiografie des Bassisten aufgeworfene rhetorische Gretchenfrage: "Hunde, wollt ihr ewig rocken?" anzuspielen - da gibt es nach diesem neuerlichen (rockmusikalischen) "Wunder von Bern" nur eine Antwort: Hoffentlich! Denn in dieser ueberzeugenden Form ist das Quintett unschlagbar und eine Bereicherung der gegenwaertigen Metal Szene - selbst wenn die Kroenung in Form von "Headhunter" heute wegen der unflexiblen buerokratischen Ordnungshueter aus Zeitgruenden fehlte.

PLAYLIST KROKUS: Long Stick Goes Boom, Rock City, Winning Man, Hellraiser, American Woman, Down The Drain, Tokyo Nights, Fire, Screaming In The Night, Rock'n'Roll Tonight, Heatstrokes, Easy Rocker - ENCORE: Bedside Radio & Born To Be Wild

COMEBACK VON KROKUS: DIE HUNDE HABEN GUT GEROCKT

Krokus rock the crowd
Krokus bewiesen am Samstag im Stade de Suisse, dass sie noch kein bisschen eingerostet sind.
Von Peo - www.20minuten.ch

KROKUS IM STADE DE SUISSE BERN

Sie haben das rocken nicht verlernt: Das Comeback von Krokus am Samstag ist geglueckt.

"Fadengeraden In-Your-Face-Riff-Rock ohne Compis, Synthis und Schnickschnack" Hatten Krokus ihren Fans versprochen. Und wirklich: Die 9050 Besucher, die zum grossen Comeback der Schweizer Rocklegenden ins Berner Stade De Suisse gepilgert waren, bekamen was sie wollten. Das Quintett feuerte mit "Fire", "Screaming in the night", "Tokyo Nights" oder "Bedside Radio" einen Knaller nach dem anderen ab und bewies, das es das Rocken nicht verlernt hat. Nicht nur stimmlich in Form war vor allem Saenger Marc Storace, der die Menge stets animierte ("Is Switzerland the rock capital of the universe?" und wie ein wild gewordenes Rumpelstilzchen ueber die Buehne stampfte. Auch Bassist Chris Von Rohr zeigte, dass er mehr im Koecher hat als zotige Quoten bei "Music Star": Er ueberliess die Show wie versprochen Storace sowie Gitarrist Fernando Von Arb und trat nur sporadisch, etwa bei "Fire" oder beim Perkussionsduett mit Schlagzeuger Freddy Steady ins Rampenlicht. Gut gerockt, Hunde!

NICHT SCHLECHT, DIE ALTEN HERREN! - 3. August 2008

Von Dominik Hug - BLICK| 00:33 | 03.08.2008

Krokus-Comeback nach 25 Jahren! «Die grossartigste Schweizer Band der Welt», ­jubelte Gölä (40). Und er hatte recht: Krokus läuteten ihr Comeback mit einem Powerkonzert ein.
Easy Rockers KROKUS
Feuerwerk: Nach 25 Jahren Pause liessen Krokus ordentlich Dampf ab.


Am Schluss dröhnte es auch im Himmel. Ein gewaltiges Feuerwerk erstrahlt über dem Berner ­Stade de Suisse. Auf der Bühne tummeln sich in schwarzen Totenkopf-Shirts fünf Herren, die insgesamt 250 Jahre auf dem Buckel haben – doch von Altersmüdigkeit keine Spur.

Fernando von Arb (55) schmirgelt die Riffs auf seiner Gitarre mit einer Leichtigkeit, als hätte er die ewige Jugend für sich gepachtet. Marc Storace (57) trifft mit seiner Reibeisenstimme noch immer die höchsten Töne, während Chris von Rohr (57) wie ein Berserker die Bassseiten zupft.

25 Jahre nachdem sie zum letzten Mal zusammen auf einer Bühne standen, traten Krokus gestern zum grössten Comeback in der Geschichte der Schweizer Rockmusik an.

10000 Fans kamen, selbst aus den USA, und sie tobten schon, als der Berner Mundart-Star Gölä Krokus als «die grossartigste Schweizer Band der Welt» ankündigte. Mit «Long Stick Goes Boom» eröffneten sie die Show.

«Is this Rockcity?», kreischte Storace ins Publikum. «Yeah», hallte es zurück. Fadengrad und schnörkellos hämmerten Krokus «Rockcity» aus den Marshall-Verstärkern, wie das heute höchstens noch AC/DC gelingt. Weiter gings mit den Hits «Hell Raiser», «American Woman» und «Tokyo Night». Effektiv und zuverlässig wie die Uhren aus dem Jura, von dessen Südfuss Krokus vor 33 Jahren zu ihrem internationalen Triumphzug aufbrachen.

Über elf Millionen Platten haben die Solothurner verkauft. Tourten mehrmals durch die USA und zelebrierten wie keine andere Schweizer Band den «Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll»-Lifestyle.

Dann war plötzlich Schluss. Die Band zerstritt sich und brach auseinander. Ein Vierteljahrhundert später kehren sie nun zurück, als wären sie nie weg gewesen – und wurden entsprechend gefeiert.

Ein Highlight: Die exzessive Percussion-Performance von Schlagzeuger Freddy Steady (55) und von Rohr. Aufwühlend auch die Ballade «Screaming in the Night», zu der Gitarrist Mark Kohler (45) sanft die Saiten streichelt.

Tausende Feuerzeuge leuchten in der Nacht, Rockmusik berührt wieder. Der Zeitpunkt für das Krokus-Comeback könnte nicht besser gewählt sein: Hardrock trifft den Nerv der Zeit, vielleicht weil harte Riffs, stampfende Drums und kreischende Stimmen das Letzte sind, das eine exaltierte Popkultur heute noch an Schnodrigkeit und somit auch an Sexyness zu bieten hat.

Nach dem finalen Feuerwerk schlurft die Band cool für vier Zugaben zurück auf die Bühne. Lässt mit «Bedside Radio» und einer brachialen, aber präzisen Coverversion von «Born to Be Wild» nochmals ordentlich Dampf ab, ohne dabei auf Selbstironie zurückgreifen zu müssen.

Krokus meinen es 2008 tatsächlich ernst. Und das ist gut so. Ihre Reise in die Vergangenheit war frei von falscher Nostalgie. Von Rohr und Co. bewiesen, dass ein Ende nicht immer wirklich Schluss bedeutet. Bei diesen älteren Herren ist es ein neuer Anfang. Die Wiedergeburt einer Legende.

 

 

 

 

 

Krokus & 10,000 Fans
Begeisterung: 10000 Fans feierten Krokus frenetisch.

Interview Mit Chris Von Rohr Unmittelbar Nach Dem Konzert

Chris Von Rohr - Bass
Jubel 25 Jahre sind Krokus nicht mehr zusammen auf der Bühne gestanden – bis gestern! Bassist Chris von Rohr (57) war nach der Show begeistert von der Stimmung im Berner Stade de Suisse.

Sie sind völlig verschwitzt. Hat Sie das Konzert geschlissen?
Chris von Rohr: So schwitze ich gerne. Wir haben alles gegeben. In der Pubertät des Alters geniesst man solche Höhepunkte besonders.

Wie fühlte es sich an, nach 25 Jahren wieder zu rocken?
Fantastisch! Es war die schönste Rock-’n’-Roll-Hochzeitsnacht überhaupt. Noch nie waren wir uns menschlich und musikalisch so nahe. Krokus sind definitiv back.

Was war für Sie der Höhepunkt der Show?
Die ganze Show war ein einziger Höhepunkt. Es ist ein Geschenk, dass wir es noch immer schaffen, derart viele Menschen aller Altersschichten zu begeistern. Wir haben die Feuerprobe bestanden.

Was kommt als Nächstes?
Nach der Hochzeitsnacht steht für gewöhnlich Honeymoon an. Das schaffen wir auch. Wir werden neue Songs schreiben und weiterhin so viel Spass haben. Yes, wir legen jetzt erst recht los!   

Interview: Dominik Hug

KROKUS GEBEN IN BERN COMEBACK IN ORIGINALFORMATION - 3. August 2008

SONNTAGS ZEITUNG BERN

Die Hardrocker von Krokus haben im Berner Stade de Suisse ihren Fans eingeheizt. Sie taten dies zum ersten Mal seit 1983 in ihrer Urformation. Das Publikum war begeistert.

Gut 9000 waren nach Bern gekommen, um Marc Storace (Gesang), Chris von Rohr (Bass), Fernando von Arb (Gitarre), Mark Kohler (Gitarre) und Freddy Steady (Schlagzeug) vereint in Aktion zu sehen.
Die ehemals auch international erfolgreichen Krokus gaben erwartungsgemäss ihre grössten Hits zum Besten. "Heatstrokes" und "Bedside Radio" durften nicht fehlen.
Frontmann Storace wusste das Publikum einzubeziehen. Die Band wirkte eingespielt. In Storaces Worten: "Es ist, als ob wir nie auseinander waren." Das Publikum dankte den Alt-Rockern mit langem Applaus.
Das Krokus-Comeback mit einer ausgeklügelten Show aus Licht und Pyrotechnika kam für das erste Berner Stadionfest zustande.
Krokus BLICK Headline
Von Lukas Ruettimann - BLICK | 2. August 2008

BLICK: Chris Von Rohr, Marc Storace, heute werden Sie erstmals wieder ein Stadion rocken. Wie gross ist das Lampenfieber?

MARC STORACE: Meine Nerven sind noch ganz in Ordnung, obwohl es mir beim Soundcheck schon etwas mulmig wurde: Im leeren Stadion klingt der Sound einfach chaotisch (lacht).

CHRIS VON ROHR: Wir haben ein ausgezeichnetes Gefuehl, es ist wie ein Flashback in unsere USA-Zeit. Sobald wir den ersten Akkord anschlagen, ist Magie in der Luft: "Long stick goes boom", das ist geil!

BLICK: Seid ihr noch fit genug fuer eine grosse Rockshow? Tut euch nach drei Songs die Huefte weh?

VON ROHR: Meine Laktatwerte sind besser denn je. Aber gut, als Bassist spiele ich auch im Hintergrund (lacht). Im Ernst: Wichtiger ist, dass wir Ruhe bewahren, uns von den songs tragen lassen.

STORACE: Wir sind fit! Wir haben uns mit 15 Shows in Solothurn gestaehlt. Und wenn Du den richtigen Groove gefunden hast, haben Schmerzen oder negative Gedanken keinen Platz.

BLICK: Haben Sie Angst vor dem Vergleich mit jungen Bands?

VON ROHR:Bei unseren Vorbereitungs Gigs hatten wir viele 25-Jaehrige im Publikum, die waren begeistert. Wir haben eine Routine, an die juengere Bands erst rankommen muessen. Wir geben die Antwort auf dem Rasen!

STORACE: Wir sind wir. Man kann uns nicht mit einer jungen Band vergleichen. Im Gegensatz zu frueher haben wir eine Ruhe und eine Selbstsicherheit, die dem Sound zugute kommt. Wir haben nie besser geklungen als heute!

BLICK: Bis vor kurzem waren Sie ja heillos zerstritten. Wie ist die Stimmung in der Band heute?

STORACE: Das Kriegsbeil ist endlich begraben. Wenn man bereit ist, zu vergeben und sich zu versoehnen, wird die Welt besser. Die Stimmung ist besser, als ich es erwarten durfte - nach all dem Scheiss von frueher.

BLICK: Was ist die Motivation, es nochmals richtig wissen zu wollen? Eure Groupies sind inzwischen ja wohl alle verheiratet...

VON ROHR: Im Jahr 2008 gibt es keine groessere Abenteuer, als nochmals so richtig abzurocken. Keine andere Schweizer Band ist so gemacht fuer Stadionrock wie Krokus, deshalb hatten wir auch in den USA Erfolg. Wir machen Handarbeit - genau das ist es, wonach es die Leute heute wieder duerstet! Keine Band traut sich, so einfach wie Krokus zu spielen. Einfach - aber nicht banal.

BLICK: Heute also der grosse Reunion-Gig im Stade de Suisse. Und dann?

STORACE: Danach gibt's erst mal Ferien. Der Monat hinter uns hat Spass gemacht, war aber anstrengend. Dann schauen wir - denn jeder weiss, dass dies die letzte Runde ist. Vielleicht dauert sie fuenf, vielleicht zehn Jahre. Am besten sieben - dann haetten wir 40 Jahre Krokus (lacht).

KROKUS AUF DEM VORMARSCH - 28. Juli 2008

Von Claudia Schlup - 20 Minuten.ch

Am Samstag ist es so weit: Mit Krokus gibt die grösste Schweizer Rockband aller Zeiten in Bern ihr Comeback. «Es ist wie eine Wiedergeburt», schwärmt das Quintett.

Vier Wochen haben sie geprobt, gemeinsam Bier gekippt, ihre Versöhnung zelebriert. Am Samstag stehen Marc Storace, Fernando von Arb, Chris von Rohr, Freddy Steady und Koki Kohler alias Krokus zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne. Bereits sind über 7000 Tickets für das Krokus-Konzert am Samstag im Berner Stade de Suisse weg, die Solothurner Rockdinosaurier sind begeistert. «Es ist eine Art Wiedergeburt», schwärmen die fünf. Sänger Marc Storace verspricht: «Die Fans wollen alte Heuler wie ‹Tokyo Nights› oder ‹Back­seat Rock´n´Roll› hören. Die werden sie bekommen.»

Vor genau 20 Jahren rockten Krokus in San Antonio in dieser Besetzung letztmals. Dann zerstritt sich die Band, ging auseinander. «Es ist fast wie bei einer Ehe, die auseinandergeht», so Chris von Rohr. «Nach langer Zeit findet man sich wieder und merkt: Es war halt doch the real thing.» Heute drücke man richtig auf den Punkt ab: «Es ist nach all der Zeit wie Schlafwandeln mit einem Touch Zen!»
Ob nach dem Comeback weitere Gigs oder ein Album folgen, steht noch nicht fest. Aber nur für alle Fälle, hat sich Fernando von Arb schon Präventivmassnahmen überlegt: «Keine endlosen Touren, keine falschen Manager. Und: Es muss einfach Spass machen.»
Krokus on the lawn of famous football stadium
Krokus reunited: Koki Kohler, Freddy Steady, Marc Storace, Chris von Rohr und Fernando von Arb (v.l.).
Info-Box

Das Konzert
Im Rahmen des Berner Stadionfests treten Krokus am 2. August im Stade de Suisse auf. Im Vorprogramm spielen Pegasus und Span – noch gibts Tickets.

KROKUS VON MOSKAU BIS TEXAS GEFRAGT - 6.Juli 2008

Krokus At Stade De Suisse Stadium
Von Simone Mathieu - BLICK | 14:54 | 06.07.2008

Die Nachricht von der ­Reunion der ­erfolgreichsten Schweizer Rockband aller Zeiten ging ­offenbar rund um den ­Erdball: Alle wollen Krokus.

Fasten your seatbelts, Ladies and Gentlemen! Krokus will rock ya hard!» (Legen Sie die Sicherheitsgurten an, Krokus werden Sie hart rocken), schrieb kürzlich das US-Musikmagazin «HardRockin80s».

Dass Krokus wieder in der Originalaufstellung antreten, hat sich in der ganzen Welt herumgesprochen. Seit ihrer Wiedervereinigung sind die Solothurner Rock-Dinos gefragt wie lange nicht mehr.

Nach dem Zerwürfnis der Ur-Krokusse 1983 und vielen Besetzungswechseln spielte die Band die letzten Jahre hauptsächlich in der Schweiz, ab und zu im benachbarten Ausland.

«Jetzt haben wir diverse Angebote aus den USA, Russland, Skandinavien und England auf dem Tisch», so Krokus-Sänger Marc Storace (56). Eine US-Tour steht für 2009 auf der Agenda; wenn die Nachfrage weiter zunimmt, vielleicht sogar eine Welttour.

Viele Amerikaner erinnern sich gut an den Schweizer Rock-Export Nummer eins, der in den 80er-Jahren den Staaten einheizte – zusammen mit Rockgöttern wie AC/DC oder Mötley Crüe. Die Amis hätten Krokus am liebsten schon dieses Jahr ans legendäre Rocklahoma und ans Monterey Festival eingeladen.

Gitarrist Fernando von Arb (53): «Natürlich freuen uns die Anfragen. Doch nochmals den gleichen Fehler wie in den 80ern, wo wir auf Endlos-Tourneen bei lebendigem Leib geröstet wurden, machen wir nicht.»

Bassist Chris von Rohr (56) fügt an: «Wir sind aus Spass an der Musik und nicht wegen der Kohle zusammengekommen, und das wird auch so bleiben. Jetzt widmen wir uns den Schweizer Fans, machen neue Songs und dann prüfen wir all die Auslands-Angebote.»

HUNDE, WOLLT IHR EWIG ROCKEN? - 3. Juli 2008

Von Gabriel Brönnimann - BLICK | 00:15 | 03.07.2008

Krokus im Stadion — zum ersten Mal seit 25 Jahren sind die erfolgreichsten Schweizer Rocker im Original zurück!

Krokus (zusammen 269 Jahre alt) geben Comeback im Stade de Suisse

Krokus at Stade De Suisse
Unverblüht: Krokus in der legendären Top-Formation — am 2. August live in Bern (v.l.): Marc Storace, Fernando von Arb, Chris von Rohr, Freddy Steady und Mark Kohler. (Peter Gerber)

Kein Mensch denkt in den frühen 80er-Jahren an Blumen, wenn das Wort «Krokus» fällt. Nein, der Name steht für knochentrockenen Hardrock aus Solothurn City!

Unglaubliche 180´000-mal verkauft sich «Metal Rendez-Vous» (1980) allein bei uns. Sie rocken alle grossen Bühnen dieser Welt – Krokus werden in einem Atemzug mit AC/DC genannt.

Dann der langsame Abstieg. ­Irgendwelche Blüten treibt die Band immer – aber die erfolgreichste Formation um Marc Storace (Gesang, 57), Fernando von Arb (Gitarre, 55), Chris von Rohr (Bass, 57), Mark Kohler (Gitarre, 45) und Freddy Steady (Drums, 55) spielt nicht mehr gemeinsam.

Bis jetzt. Denn die Krokusse sind zurück: Am 2. August rocken sie das Stade de Suisse in Bern!

Warum die späte Reunion nach all den Jahren? Oder um mit Chris von Rohrs Bestseller-Buchtitel zu fragen: «Hunde, wollt ihr ewig rocken?» Von Rohr: «Da gabs keinen Plan, keine Strategie, es passierte einfach nach dem Zusammenspielen. Wir sind alles Besessene, wir leben für diesen Sound.»

Fernando von Arb fügt an: «Wir geben endlich das Konzert, das wir den Fans seit 25 Jahren schulden.» Und Marc Storaces Augen leuchten: «Grosse, starke Erinnerungen lassen dich nie im Stich – wir ­werden neue kreieren!»

Logo, freuen sich Krokus auch auf «meh Dräck»: «Es lebe der fadengerade Rumpelsound – ohne Syntis, ohne Compis, einfach in your face im richtigen Groove!

MUSIC NIGHT – Swiss Music Scene, Original Austrahlung 28. Juni 2008

Dani Beck Interview – www.sf.tv

MUSIC NIGHT – Swiss Music Scene, Original Austrahlung vom 28. Juni, 2008

[Im Interview wird der Video Clip “Backseat Rock’n’Roll” vom 1980 Release “Metal Rendez-Vous” eingeblendet. An der Gitarre Original Gitarrist Tommy Kiefer (RIP)]

DANI BECK: Die erfolgreichste Schweizer Rock Band aller Zeiten wieder im klassischen Line-Up vereint, wer hätte das erwartet. Wie ist das fuer Euch so wieder zu dritt unterwege zu sein fuer so einen Promo Termin wie diesen?

CHRIS VON ROHR: Es war nicht schlecht, wir haben den Zug gefunden. Wir haben einen Zeitpunkt abgemacht und Marc war noch nie so pünktlich. Der war sogar 20 minuten früher da! [Anmerkung: In den 80 Jahren war das anders!]

DANI BECK: Wann habt ihr eigentlich daran geglaubt, dass es zu dieser Reunion kommen könnte? Das war ja irgend mal das Thema als der Film [Krokus: As Long As We Live] damals gedreht wurde.

FERNANDO VON ARB: Ja, Chris und ich haben immer miteinander geredet seit diesem Film. Auch Sound mässig ist was passiert als letzten Sommer Chris was für den 1.August machen wollte und so hatten Freddy Steady, Chris und ich zum ersten Mal miteinander gespielt. Und als wir alle unsere Wege nach Hause gingen, waren wir alle im Schock. Es tönte so, als ob wir am Tage zuvor das letzte Konzert gegeben hatten. Zu diesem Zeitpunkt spielten wir nur zu dritt. Es nervte mich sogar ein bisschen, dass wir da jahrelang mit verschiedenen Musikern gespielt hatten und nach 25 Jahren kommt man zusammen und nach 10 sekunden wussten alle: das ist es! Und ich hatte ja gewusst, dass Koki Kohler als Rhythmus Gitarrist ganz genau in dieses Bild rein passt. Er spielte zu diesem Zeitpunkt nicht mit uns, wir spielten immer noch zu dritt. Da kam die Erleuchtung aber man wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ein neues Kapitel KROKUS Geschichte geschrieben wird innert kurzer Zeit.

CHRIS VON ROHR: Jedes Mal, nach den Proben, haben wir gedacht: also jetzt fehlt noch ein Sänger, man kann das ganze ja nicht ohne Gesang machen. Aber zu diesem Zeitpunkt war die Kommunikation zwischen uns immer noch nicht da, das Eis war noch nicht gebrochen. Die vergangenen Wunden, die noch da gewesen sind, Leute die uns gegenseitig aufgehetzt hatten, es kam gar nie zu einem Gespräch zwischen uns. Wir in unserem Wahn, hatten Auditions angesagt, Max Vox, Gölä, und…, und. Ich weiss noch als ich mit Gölä telefonisch gesprochen hatte und der mir sagte “du ich würde gerne da mitmachen aber ich bin nicht Storace, die letzte (hohe) Oktave kriege ich nicht hin, da könnte ich noch drei Ballantines trinken, es geht einfach nicht. Und er kam auch mit einer ganzen Flasche Ballantines an die Audition und sagt mir: “Hör mir mal zu, Chris, rufe doch einfach den Storace an. Ich kaufe ja die erste Platte, ruf dem doch an. Zum gleichen Zeitpunkt informierte mich Marc’s persönlicher Berater, dass das Schweizer Fernsehen eine Sendung mit dem Titel “Die Grössten Schweizer Hits” plant. Wir haben das abgewägt und sagten uns: entweder “hand shake or slap in the face”. Als wir da im TV Studio eingetroffen sind waren wir mehr nervös über die persoenliche Begegnung zwischen uns nach all den Jahren als der Gig selber.

[Im Interview wird nun der Playback Clip vom Schweizer Fernsehen – Grösste Schweizer Hits Aller Zeiten – eingeblendet mit dem Medley “Tokyo Nights”, Bedside Radio” und “Heatstrokes”]

DANI BECK: Hattet ihr euch schon mal vorher getroffen oder war das wirklich das erste Mal als ihr euch alle getroffen hattet für diesen Schweizer TV Auftritt und fast miteinander reden musstest.

MARC STORACE: Ja, es war wirklich das erste Mal als wir uns alle zum ersten Mal wieder gesehen hatten. Ich hatte die Details des Treffens schon seit Monaten mit meinem persönlichen Manager besprochen, da ich nicht die damalige Formation nervös machen wollte. Die Show selber war schon attraktiv, es brauchte einfach ein wenig Ueberwindung meinerseits. Das mit den separaten Garderoben war nur so organisiert um die verschiedenen Pole auszubalancieren. Und am Schluss nach dem Auftritt waren wir dann doch zusammen gewesen (in einer Garderobe). Es war fun und vor allem ist es imme gut wenn Leute das Kriegsbeil miteinander vergraben können und anstatt wieder in die Zukunft schauen können. Positiv zu denken. Krach hat fast jeder mal mit jemandem….

DANI BECK: Aber ihr habt ja so lange nicht mehr miteinander geredet, das hat schon fast an Hass gegrenzt). Wie war denn das das erste Mal als ihr festgestellt hattet: ja, da ist ja schon noch etwas da.

CHRIS VON ROHR: Du kannst natürlich nicht, wenn du tausende und hundert tausende von Meilen in enem Tour Bus zusammen verbracht hast, wenn du so viele “up’s & down’s” miteinander verlebt hast, von nichts ganz nach oben gestiegen bist und dich dann nach 25 Jahren wieder begegnest, dringt das menschliche schon durch. Da siehst du wie du mit diesem Typ in San Antonio auf der Bühne gestanden bist, wie ein Film, der ablauft und du kannst ihn nicht stoppen. Das ist wie eine künstliche Distanz die wir gehabt hatten, welche absurd ist. Und plötzlich mussten wir uns mal sagen: Hey Freunde, jetzt sind wir doch mal so wie wir sind, und dann hat man mal bei einem Glas Wein angefangen miteinander zu reden und so sind die Schleusen wieder aufgegangen. Wie hast du das empfunden, Fernando?

FERNANDO VON ARB: Das verbindende trotz aller verfahrenen Situation war der TV Auftritt. Zuerst “Tokyo Nights”, dann “Bedside Radio” und dann “Heatstrokes”. Das verbindende war die Musik. Von diesem Zeitpunkt an sind wir uns Schrittweise immer näher gekommen, von der Hauptprobe bis zum Auftritt. Wie Chris schon sagte, in Amerika haben wir so grosse Strecken miteinander verbracht, Strapaz bis zum “geht nicht mehr” und wenn du in Amerika auf die Bühne gehst, da heisst’s einfach: “let’s go for it” und dann musst du alles geben was du hast. It’s showtime. Also irgend wie waren wir uns das gewohnt, wie eine Fussball Mannschaft oder ein Opern Ensemble. Du musst einfach abfahren, da giebt es keine Probleme mehr, du must einfach gradlinig deinen Gig spielen.und es war schon fast lustig, als diese 3 Minuten vorbei waren (an dem TV Gig), da hatten wir so eine Aura entwickelt, so dass das sogar auf die Zuschauer übertragen wurde. Da waren wir in so einem speziellen Energiefeld das wir erschaffen hatten und ich hätte nie gedacht, dass die Zuschauer so fanatisch reagieren würden.. So ein Echo, wir machten einfach unser Zeug so wie wir es immer gemacht haben.

DANI BECK: Wie war das denn so, als ihr mit Marc ins Uebungslokal gegangen seid und es lief sich alles ab wie ein Film.

CHRIS VON ROHR: Und was ich dann noch sehr gut fand war, dass Marc in all dem Trubel mal gesagt hat: “Jungs, also ich will jetzt einfach mal ins Uebungslokal kommen und zuerst einmal sehen, ob die “vibes” noch da sind (im TV war es ja playback). Und da will ich mal ein paar Male ins Uebungslokal kommen und einfach “fühlen”, wie ihr da miteinander spielt, bevor ich da einfach so mitsinge. Und für uns war das auch wichtig, ob wir den ganzen Groove auch auf der Bühne bringen können. Wir drei (Fernando, Freddy & Chris) hatten da ja einen Vorsprung, da wir ja schon seit einem halben Jahr wieder zusammen gespielt hatten, zwei bis drei Mal pro Woche.

[Im Interview wird nun ein “live” Video Clip von “Rock City” eingeblendet vom legendären Hammersmith Odeon in London von 1981]

DANI BECK: Damals im Hammersmith Odeon war ja noch ein junger Mandy Meyer [Gitarrist] mit dabei. Und er war ja auch bei der letzten Formation mit dabei. War er nun kein Thema als zweiter Gitarrist für die neue Version von KROKUS?

FERNANDO VON ARB: Das war ein Thema, aber es ist so dass Koki und ich… wir spielen einfach….. das lockt einfach ein. Und mit Mandy ist es so dass er ein super Gitarrist ist, aber anders gelagert, nicht diese Riffs. Ich habe mir Videos mit Mandy angeschaut und musste sagen, dass die [das letzte Line-Up] die Riffs nicht checken. Und das handelt sich wirklich um Milli Sekunden, wenn man etwas abdrückt und das wurde nicht so gespielt wie ich das seit Jahren gespielt habe. Es ist halt schon so, dass man nicht einfach einen KROKUS Song nehmen kann und irgend welche Musiker das spielen. Es sind diese beiden Gitarristen (Fernando & Koki) die das als Tandem hinbringen. Und wir hatten das sogar mit Mandy an einem Abend im Uebungslokal abgecheckt und es war einfach (allen Beteiligten) klar, dass wir beide von “verschiedenen Welten” kommen. Und ich sagte auch Mandy persönlich, dass ich ihn einfach am besten finde, wenn er in einer keyboard purple mässigen Classic Rock Band mitspielen würde, wo er sich (Gitarren mässig) austoben kann. Aber nicht in einer “Riff Band” wie KROKUS.

CHRIS VON ROHR: Zudem ist er ein Lead Gitarrist, nicht ein Rhythmus Gitarrist.

MARC STORACE: Und wenn er nicht “lead” spielen kann, dann wird er frustriert.

DANI BECK: Und dann habt ihr Mark “Koki” Kohler “ausgegraben. Was hatte der dann bis zu diesem Zeitpunkt gemacht?

CHRIS VON ROHR: Also einfach nur “Haus Musik”, zu Hause fuer die Familie.

FERNANDO VON ARB: Er arbeitete ja als “produktion man” bei einer Firma welche alle die grossen Konzerte hier in der Schweiz organisiert und so immer ein wenig mit der Musikwelt verbunden war.

CHRIS VON ROHR: Und wenn ein Gitarrist wegen einer Flugzeug Verspätung den sound check nicht machen kann, hat er es für ihn gemacht. Der nahm einfach nach so vielen Jahren die Gitarre wieder aus seinem Koffer und nach nur drei Proben hat das schon wieder gefunkt.

FERNANDO VON ARB: Nach einem oder zwei Songs wusste ich schon dass unser Zusammenspiel perfekt sein wird. Es hatte vielleicht ein paar Lücken, aber es geht ja um das: entweder spührt man diesen Groove speziell fuer diese Art von Musik. Oder man verspührt es andere Art von Musik zu machen. Und mit ihm da muss ich keine Worte verlieren, es fährt einfach ab! Es klickt einfach zwischen uns.

MARC STORACE: Es vertieft sich…..

DANI BECK: Wie war es dann, Marc, musstest du dann der letzten Formation mitteilen, dass du wieder mit Chris & Fernando Musik machen wirst?

MARC STORACE: Natürlich war ich verpflichtet ihnen das zu sagen, nur schon als Band Kollege. Aber es war einfach ein logischer Schritt. Ich verspührte, wie KROKUS immer mehr in Richtung “metal” ging und ich bin eigentlich kein “metal” Sänger so wie Rob Halford [Judas Priest Vokalist], ich bin mehr so ein Hard Rock Sänger mit einem Blues touch und “soul”. Und es hat nichts damit zu tun mit Oktaven, sondern einem Groove. Und wir sind immer mehr vom (originalen) Groove weggegangen. Stefan Schwarzmann kam von härteren Deutschen Bands, die gnadenlos vorwärts pushten und der swing und groove fehlte auf einmal und ich habe das immer vermisst und es hat mich viele Male verärgert. Und als die TV Sache über die Bühne ging, habe ich auch angefangen zu überlegen . Und es wurde dann einfacher für mich den Entscheid zu treffen. Und ich sagte zu Chris & Fernando, dass ich nun nach Solothurn komme und wir sehen dann einfach was so passiert. Und ich war natürlich auch neugierig wie der Sound immer noch (oder wieder) tönt. Und dann hat es wirklich so getönt wie etwa so 1983. Natürlich mussten wir noch an Details schleifen und wir arbeiten gerade an der Set Liste.

Und so hatte ich den boys der “Hellraiser” Formation in Gozo (Malta) nach unserem letzten Gig am nächsten Morgen sagen müssen, dass dies das Ende dieser Formation ist. Und es war speziell hart, da sie alle am Vorabend sich die Seelen vom Leib abspielten, sehr laid back, es hat einfach gegrooved. Eines der besten Konzerte überhaupt. Aber die Schienen waren schon gelegt und die Weichen gestellt und so musste ich ihnen meinen Entscheid Sonntag morgen mitteilen, bevor wir alle zum Flughafen gingen. Zum Glück verstanden die das völlig und wir haben uns friedlich getrennt. Es waren alles good vibes und Energie.

DANI BECK: Bei all diesen “Reunion” Geschichten, da heisst es immer da ist viel Geld im Spiel. Wie ist das bei euch so, giebt es da lukrative Angebote?

CHRIS VON ROHR: Nein, es ist nicht so. Es ist nicht einfach eine Strategie dahinter gewesen, da Reunions jetzt gerade aktuell sind. Wir haben kein Millionen Angebot erhalten, und zur Zeit haben wir nicht mal einen Plattenvertrag. Das Geld ist also bis jetzt nicht wahnsinnig geflossen. Natürlich haben wir eine schöne Gage hier am Bern Gig, aber das war nicht die Triebfeder. Da war kein Konzept dahinter, keiner von uns sagte da einfach “jetzt müssen wir das machen”. Es war genau so wie Fernando das gesagt hatte. Wir kamen zusammen, weil Fernando, Freddy Steady (drummer) und ich in der gleichen Stadt leben und wir können doch nicht einfach immer an einander vorbei laufen. Und so trafen wir uns in Nägeli’s [Jürg Nägeli war Bassist in den Anfängen der Band und spielte Bass auf den 1977 “To You All” und 1978 “Painkiller” Alben und später Ton Ingenieur] Pink Studio einfach so ab und zu zum Billiard spielen und da musste ich mir halt auch sagen, dass nach 15 Jahren andere Musiker zu produzieren und hoch zu bringen, möchte ich schon nochmals mit meinen alten Kumpels Bass spielen. Ich hatte immer zwischendurch Gitarre und auch Piano gespielt. Und die Leute denken natürlich: ‘”Ja, jetzt macht er kein Fernsehen mehr, jetzt will er da wieder auf die Bühne springen mit KROKUS.

DANI BECK: Also wenn man alle so fragt, dann sagen die natürlich: “Bringt’s der Chris es überhaupt noch? Der war doch so lange weg von der Bühne”.

CHRIS VON ROHR: Klar, und die Antwort ist einfach die: Aehnlich wie bei Freddy und Koki , entweder hast du diesen Rhythmus und wenn du zig Konzerte so zusammen gespielt hast, dann brauchst du wie ein Fussballer einen Monat oder zwei bis das einfach wieder “volle Kanne” auf den Punkt kommt. Ich ging da also nicht in die Jazz Schuhle um all diese komplizierten Akkorde zu lernen, ich musste da also wieder zurück zu den einfachen Akkorden um einen Sound Teppich mit Freddy zu schaffen. Und Fernando sagte: “einfach üben, immer wieder”. Du musst dir mal vorstellen, ich habe Bass nur für ein halbes Jahr gespielt bevor wir “Metal Rendez-Vous” anno 1980 aufgenommen hatten. Zuvor war ich ja noch Sänger und ich war es der der Band sagte dass wir einen Sänger finden müssen, der noch höhere Oktaven stimmlich treffen kann und ich stellte mich dann zur Veruegung auf den Bass zu wechseln. Und wenn man das alles zwei bis drei mal pro Woche trainiert, dann kommt das alles wieder zuueck und es tönt so wie es freher immer getönt hat. Wir wollen ja nicht den Rock neu erfinden.

DANI BECK: Jetzt wollt ihr also die erfolgreichste Schweizer Rock Band aller Zeiten wieder aufleben lassen. Warum hat in all diesen Jahren niemand an euren Erfolg angeknüpft?

FERNANDO VON ARB: Für mich war das eine herbe Enttäuschung, weil damals hatten wir die Tür in die Internationale Welt für die anderen Schweizer Musiker aufgestossen und hatte unsere eigene Leistung zu tief eingestuft. Jetzt kommen alle diese Band, dachte ich mir, jetzt ist das Türchen offen und viele Bands können nach Amerika gehen und erfolgreich werden. Heute realisiere ich, dass es einfach ein bisschen mehr braucht. Drum habe ich inzwischen rausgefunden, dass “gut” nicht langt, es muss “magic” sein. Wenn diese “magic” entsteht - es muss etwas spezielles entstehen - wenn diese Energie beim spielen einfach abgeht, die Antennen rauskommen und einfach einlocken, blindlings ohne dass man sich an einander anschauen muss, dann entsteht diese “magic”. Und ich selber bin ein bisschen enttäuscht, dass in all den Jahren keine andere Schweizer Band das geschafft hat. Und ich habe einfach das Gefühl wir sind in den Anfangszeiten als Solothurner belächelt worden und mussten durch die Scheisse gehen. Da gab es damals schon Zürcher Bands, welche Budgets von Sfr 100,000 hatten für ein Album aufzunehmen. Wir haben uns gesagt, dass wir nie aufgeben werden und diese Sturheit hat uns in all den Jahren geholfen, diesen Granit zu formen. Und das ist immer noch da. In der Schweiz kommt man halt viel zu schnell an einen record deal und dann meinen alle sofort sie können Amerika erobern. So ist das nun für 25 jahre so geblieben. Und nun haben wir die Chance, unseren Schweizern etwas zurück zu geben. Um den Sound wieder auferstehen lassen, welcher original auf den Plattenaufnahmen zu hören war.

[Im Interview wird nun ein video clip “Screaming In The Night” (Kommerziell der erfolgreichste Song in Amerika) vom 1983 “Headhunter” Release abgespielt. Sehr Surreal. Chris erwähnt im Interview mit Dani, dass Marc am Ende des Clips mit seinem Schuh auf Chris’s Hamburger auf dem Teller gestanden ist]

DANI BECK: Der 2. August ist der Tag, welchen alle Fans entgegen sehen. Manche sagen, man müsse mal ansehen was die noch drauf haben. Die anderen denken: “jetzt kommt dieser gig und dann sind sie so oder so wieder weg”. Das ist nicht die Idee, oder?

CHRIS VON ROHR: Man soll den Leuten die Fantasie lassen. Ich muss also sagen ……

MARC STORACE: Es ist immer Schicksal. “Being at the right place at the right time with the right product”. Das ist das Geheimnis, oder? Wir üben jetzt die Set List, machen eine Magic Show in Bern und das wird sicher magic und danach machen wir ein paar Wochen Ferien und dann schreiben wir ganz geile Songs und es gibt dann eine neue Scheibe.

CHRIS VON ROHR: Auch da gibt’s keine Strategie. Wir sagen: Small steps wie Mao Tse Tung mal sagte, schön eines nach dem anderen. Jetzt ist das Ziel das Konzert gut zu machen, die Stimmung ist gut und dann gehen wir mit dieser Stimmung einfach weiter und dann wird sich alles andere einfach natürlich entwickeln.

DANI BECK: Die Idee ist also ein neues Album aufzunehmen, habt ihr jetzt also schon an Songs gearbeitet?

CHRIS VON ROHR: Nein, haben wir nicht, die Idee ist wirklich uns auf dieses Konzert zu konzentrieren. Wir haben daran gearbeitet, neue Arrangements aus alten Songs zu machen. Songs zu spielen wie “Tokyo Nights”, welche lange nicht mehr gespielt wurden live. “Down The Drain” oder so. Und diese Sachen mal erst zu machen und den Spirit zu finden. Ideen sind natürlich immer da. Aber jetzt mal erst diese Show und dann sehen wir dann weiter.

DANI BECK: Krokus am 2. August in Bern, seid ihr also schon ein wenig nervös.

CHRIS VON ROHR: Ja, es ist natürlich eine Ehre nach dem Hallenstadium (in Zürich) dort auftreten zu können. Ein magischer Rasen. Viele grossartige Dinge haben sich dort abgespielt. Nervös sind wir also nicht.

DANI BECK: Aber so auf den Hinblick zum ersten Mal wieder die Reaktionen der Fans….

FERNANDO VON ARB: Das kommt schon alles gut. Den Faktor den wir nicht beeinflussen können ist das Wetter. Es kann mörderisch heiss sein oder es kann regnen wie ein Schwein. Da haben wir keine Kontrolle darüber. Das Sound System ist da, die richtigen Leute die schon damals die Hits gespielt haben – das ist das Original. Es ist nicht so dass ein Fremder diese Songs lernen muss, wir hatten die geschrieben und spielen sie nun mit neuer Energie vor.

CHRIS VON ROHR: Marc macht eine spezielle Zeremonie um gutes Wetter zu bestellen.

DANI BECK: Und wie steht’s bei Dir, Chris. Du bist seit Jahren auf der anderen Seite der Bühne gestanden (als Journalist) und hast andere kritisiert. Die Kritiker werden sich also schon warm schiessen auf Dich.

CHRIS VON ROHR: Das ist kein Problem. Die Antwort gibt es auf dem Rasen wie im Fussball. Und die können alle nachzählen. Die 13 Töne, die ich spiele und welche ich immer gespielt habe, spiele ich immer noch genau so wie früher. Ein typischer AC/DC style bass, gerade raus, schnörkellos. Das ist es was man braucht bei solchen Songs. Ich freue mich schon auf die Kritiker.

DANI BECK: Und wir freuen uns auf’s Konzert im “Stade De Suisse” Fussball Stadium in Bern am 2.August.

[Im Interview wird “Heatstrokes” vom 1980 Album “Metal Rendez-Vous” von einer Schweizer TV Show mit “Live” Publikum eingespielt]

ANMERKUNG:
Die erwähnten Video Clips kann man sehen auf www.myspace.com/krokusonline (zweiter video clip)
Wir danken Dani Beck (www.myspace.com/beckinblack) für das Interview (copyright www.sf.tv 2008)
Krokus Comeback

19. April 2008

Krokus - Stade De Suisse
Sie gehen aufs Ganze: Am 2. August rocken Krokus erstmals wieder live in der Urformation – in einer der grössten Arenen der Schweiz.

Von Simone Matthieu - BLICK | 23:39 | 19.04.2008

Feuerprobe für Krokus: Am 2. August gibt die wiedervereinte Schweizer Super-Band ihr Comeback-Konzert im Berner Fussball- und Konzerttempel Stade de Suisse. «Auf diesen Moment haben wir zwanzig Jahre gewartet!», schwärmt Chris von Rohr. «Wir werden wie YB alles geben, um den Fans unvergessliche Stunden zu bescheren.»

In den 80ern hatten die Solothurner ihre grösste Zeit: Sie spielten in der Liga von AC/DC oder Judas Priest, tourten durch die Welt; ihre Alben erreichten in den USA Platinstatus. Nun gilt es zu beweisen, dass sie heute noch ein Stadion zum Kochen bringen können.

Die Grundbedingung ist erfüllt: Die zerstrittenen Ur-Krokusse sind versöhnt und treten im Original-Line-up an: Chris von Rohr (56) am Bass, Marc Storace (56) am Mik­rofon, Freddy Steady (55) am Drum, Fernando von Arb (53) an der Gitarre. Storace: «Schon die erste Probe tönte, als wären wir nie auseinandergegangen. Es fühlt sich an wie in den guten alten Zeiten!»

Die Anhänger von solidem Rock made in Switzerland wirds freuen. «Totgesagte leben eben länger», flachst von Arb. Eine Teilnahme am diesjährigen Rocklahoma-Festival in den USA sagten Krokus ab. Die Band findet einhellig: «Zuerst sollen unsere Schweizer Fans zum Zug kommen.»

Der Geschäftsführer des Stade de Suisse, Stefan Niedermaier: «Toll, dürfen wir an unserem ­Stadionfest die erfolgreichste Schweizer Band ­aller Zeiten präsentieren.» Das ehemalige Wankdorf-Stadion feiert am 1. und 2. August sein dreijähriges Bestehen und den Nationalfeiertag.

Für Krokus ist das Konzert am 2. August das einzige 2008. Danach verschanzen sie sich im Studio. Ihr Comeback-Album ist auf Mitte 2009 geplant. Es wird garantiert ebenso gespannt erwartet wie der erste Live-Auftritt.

DAS COMEBACK DES JAHRZEHNTS - 1. Maerz 2008

Krokus Swiss TV Show
Zukunft: Wie hier in der TV-Show «Die grössten Schweizer Hits» vom letzten Herbst sind die Ur-Krokusse bald wieder unterwegs. (Foto: SF)

Von Simone Matthieu - BLICK | 23:38 | 01.03.2008

Krokus im zweiten Frühling. Die Sensation ist perfekt: Die grösste Schweizer Band aller Zeiten ist in alter Formation zurück. Marc Storace, Chris von Rohr, Fernando von Arb und Co. wollens nochmals wissen.

In Solothurn rocken es die Spatzen von den Dächern: Die Krokus-Urmitglieder Fernando von Arb (53), Chris von Rohr (56) und Freddy Steady (55) sieht man wieder öfter zusammen vor ihrem Proberaum. Mit dabei: Sänger Marc Storace (56)!

Bislang hatte der Frontmann eine Wiedervereinigung mit seinen alten Kumpels stets dementiert. Der vereinte Auftritt in der TV-Show «Die grössten Schweizer Hits» im Herbst sei eine einmalige Sache gewesen, so Storace.
Doch bereits im Sommer machten Gerüchte die Runde, die Megaband wolle wieder in derselben Konstellation wie in den 80er-Jahren auftreten, ihrer erfolgreichsten Zeit. Nach vielen Streitigkeiten hatte Sänger Storace 2002 allein weitergemacht und andere, junge Musiker um sich geschart; die übrigen Ur-Krokusse gingen alle eigene Wege.

Offenbar hat Storace jetzt seine Meinung geändert. «Vor kurzem informierte uns Marc, dass er uns verlässt und zur alten Formation zurückkehrt», sagt Tony Castell (42), Bassist der zweiten Krokus-Generation, die Storace um sich scharte, zu SonntagsBlick.

Hat das aktuelle Reunion-Fieber früherer Musikgrössen wie The Police, Van Halen oder Led Zeppelin auch die grösste Schweizer Rockband aller Zeiten erfasst? Die Original-Krokusse sagen noch nichts zu einem Comeback. Von Rohr: «Alles ist offen, nichts ist entschieden. Aber wir reden wieder miteinander. Und das ist schön.» Auf von Rohrs Website steht unter der Rubrik «Krokus» zurzeit allerdings vielsagend: «Men at work» (Männer an der Arbeit).

Storaces Wechsel würde einen Neustart der Originalband überhaupt erst möglich machen: Seine Stimme ist neben den Kompositionen von von Rohr / von Arb das Markenzeichen der Rocker. Wann, wie und wo die Musiklegenden wieder zu sehen sein werden, steht noch nicht offiziell fest. Eines ist jedoch klar: Die Krokusse kommen wieder, so sicher wie der nächste Frühling.


SIE ROCKTEN WIE FRUEHER - 18. November 2007

Schweizer Fernsehen Interviews KROKUS
Krokus 2007
Sensationell: Nach mehr als 20 Jahren rockten Krokus bei «Die grössten Schweizer Hits» wieder in der bekanntesten Besetzung mit Marc Storace, Chris von Rohr, Fernando von Arb und Freddy Steady und bekamen eine Standing Ovation in der «Maag Event Hall». Auch bei den vier Musikern brach bei der feurigen Perfomance ihres Hit-Medley Nostalgie aus.

SF: Wie fühlte es sich an, nach all den Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen und Eure grössten Hits zu spielen?

KROKUS: Wir fühlen uns absolut wohl und waren eigentlich selbst überrascht, plötzlich wieder mal in der Urbesetzung auf der Bühne stehen.

SF: Wann seid Ihr zum letzten Mal in dieser Besetzung auf der Bühne gestanden?

KROKUS: Das war vor ca. 23 Jahren irgendwo in den USA.

SF: Kommen bei Euch Erinnerungen an die gemeinsamen Erfolgsjahre auf?

KROKUS: Absolut, besonders, wenn während der Show noch die alten Videos im Hintergrund ablaufen.

SF: Wird dies ein einmaliger Auftritt von Krokus in der bekanntesten Besetzung bleiben?

KROKUS:Ja, das ist definitiv ein einmaliges Ding.

SF: Gibt es zwischen Euch noch Resentiments?

KROKUS: Wir gehen fair miteinander um.

SF: Marc Storace ist der einzige, der in der heutigen Krokus-Formation noch dabei ist. Fernando, weshalb bist Du 2002 ausgestiegen?

KROKUS: Ich hatte damals gesundheitliche Probleme.

SF: Was tut sich bei Marc Storace & Krokus?

KROKUS: Marc Storace:
Sehr viel. Krokus ist seit letztem Jahr mit Hammerfall auf Tournee. Wir machten die grösste Europatournee in der Geschichte von Krokus. Das finde ich richtig, denn wir sind Europäer. Damals haben wir alles in Amerika «verpulvert». Wir werden aber schon nach Amerika zurückgehen und im Juli dort an einem Festival spielen. Eine kleine Tournee ist auch beabsichtigt. Wir planen aber auch einen Gig auf Malta, meiner Heimat. Es war ein lang gehegter Wunsch von mir mit Krokus dort aufzutreten.

SF: Chris von Rohr, kannst Du Dir vorstellen, wieder in einer Band wie Krokus zu spielen.
KROKUS: Dass kann ich mir sehr gut vorstellen. Zur Zeit gibt es aber keine konkreten Pläne.

SF: Freddy Steady, bist Du auch heute noch musikalisch aktiv?

KROKUS: Ich spiele seit einiger Zeit wieder sehr aktiv Schlagzeug, auch zusammen mit Fernando in einer Cover Band.

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